Einblasdämmung Kosten 2026: Preise pro m² für Fassade, Dach und Geschossdecke
Aktuelle Preise, konkrete Kostenfaktoren und praktische Rechenbeispiele für Dachdecker im Überblick.
Geschrieben von Jan Leombruno
Staff Writer
Aktualisiert 22. Juli 2026
Kerndämmung der Fassade: 20 bis 50 € pro m². Bei 130 m² Fassadenfläche sind das rechnerisch 2.600 bis 6.500 €. Bei typischen Angeboten von 25 bis 35 € pro m² liegen die Kosten bei etwa 3.250 bis 4.550 €. Bei geeignetem zweischaligem Mauerwerk gehört die Kerndämmung zu den günstigsten vollflächigen Fassadendämmungen und ist häufig in ein bis zwei Arbeitstagen erledigt.
Dachschräge (Zwischensparren): 40 bis 70 € pro m². Die Einblasdämmung der obersten Geschossdecke kostet bei offenem Aufblasen meist 20 bis 35 € pro m² und ist der Preis-Leistungs-Sieger fürs kleine Budget.
Das BAFA fördert anerkannte Kosten grundsätzlich mit 15 Prozent. Bei einem gültigen iSFP gelten für Anträge ab dem 21. Juli 2026 zusätzliche 5 Prozentpunkte nur für den förderfähigen Anteil über 30.000 €. Alternativ kann § 35c EStG die Einkommensteuer über drei Jahre um insgesamt 20 Prozent mindern. Für den BAFA-Antrag brauchst du vorab einen Vertrag mit Förderklausel; mit den Arbeiten darfst du erst nach der Antragstellung beginnen.
Was kostet eine Einblasdämmung? Alle Preise pro m² im Überblick
Je nach Bauteil und Ausführung kostet eine Einblasdämmung meist etwa 20 bis 75 € pro Quadratmeter brutto. Pro Bauteil liegen typische Gesamtkosten eines Einfamilienhauses ungefähr zwischen 1.200 und 7.000 €. Entscheidend sind Hohlraum, Dämmdicke, Zugänglichkeit und Nebenarbeiten. Bei geeigneten Bestandsbauteilen ist das Einblasverfahren oft günstiger und schneller als eine neu aufgebaute Dämmkonstruktion.
Einblasdämmung: Kosten nach Bauteil auf einen Blick
Die folgende Tabelle zeigt Brutto-Richtwerte für private Auftraggeber einschließlich 19 Prozent Mehrwertsteuer. Die Spannen umfassen Dämmstoff und Einbau. Bei einer Fassadenkerndämmung sollten Endoskopie, Bohrungen und Bohrlochverschluss ausdrücklich enthalten sein. Unterkonstruktionen, neue Luftdichtheitsschichten, das Öffnen und Wiederherstellen von Bekleidungen sowie Gerüst oder Hubarbeitsbühne können zusätzliche Kosten verursachen.
| Bauteil | Kosten pro m² | Beispielkosten Einfamilienhaus |
|---|---|---|
Fassade (Kerndämmung) | 20–50 € | 130 m²: 2.600–6.500 € |
Dachschräge (Zwischensparren) | 40–70 € | 60–100 m²: 2.400–7.000 € |
Oberste Geschossdecke, nicht begehbar | 20–35 € | 60–80 m²: 1.200–2.800 € |
Oberste Geschossdecke, begehbar | 40–75 € | 60–80 m²: 2.400–6.000 € |
Kellerdecke | 15–45 € | 60–80 m²: 900–3.600 € |
Flachdach / Kaltdach | 20–65 € | 80 m²: 1.600–5.200 € |
Warum die Einblasdämmung so viel günstiger ist als andere Dämmungen
Zum Vergleich: Ein Wärmedämmverbundsystem (WDVS) an der Fassade kostet 130 bis 250 € pro m², weil Gerüst, Dämmplatten, Kleber, Putz und mehrere Arbeitsschritte anfallen. Die Einblasdämmung nutzt dagegen einen vorhandenen Hohlraum: Der Fachbetrieb setzt die erforderlichen Bohröffnungen nach dem passenden Bohrbild, bläst den Dämmstoff ein und verschließt die Öffnungen wieder. Kein Gerüst, kein neuer Putz, keine Baustelle über Wochen. Bei einem gut zugänglichen Einfamilienhaus sind viele Kerndämmungen in ein bis zwei Arbeitstagen erledigt. Ob Leiter, Hubarbeitsbühne oder Gerüst nötig sind, hängt von Gebäudehöhe, Gelände und Zugänglichkeit ab.
Einblasdämmung der Fassade: Kosten für Kerndämmung und Klinkerfassade
Die Kerndämmung des zweischaligen Mauerwerks ist der Klassiker unter den Einblasdämmungen und gehört bei geeignetem Mauerwerk zu den günstigsten Arten, eine Fassade vollflächig zu dämmen. Als breite Orientierung gelten etwa 20 bis 50 € pro m²; viele Angebote für gut zugängliche Flächen liegen zwischen 25 und 35 € pro m².
Kerndämmung: Preise pro m² für zweischaliges Mauerwerk
Vergleiche Angebote nicht nur über den Quadratmeterpreis. Ausgewiesen sein sollten mindestens Hohlraumprüfung, Fläche und Hohlraumdicke, Dämmsystem, Bohrbild, Einbringen des Materials, Dokumentation und Verschluss der Öffnungen. Zusatzarbeiten müssen mit Preis oder klarer Abrechnungsgrundlage genannt sein.
| Fassadenfläche | Gesamtkosten Kerndämmung |
|---|---|
80 m² | 2.000–2.800 € |
100 m² | 2.500–3.500 € |
130 m² | 3.250–4.550 € |
150 m² | 3.750–5.250 € |
Einblasdämmung bei der Klinkerfassade: Ablauf und Kosten
Zweischaliges Mauerwerk ist besonders bei Klinker- und Verblendfassaden im Norden und Westen Deutschlands verbreitet, häufig bei Gebäuden aus dem 20. Jahrhundert bis in die 1980er-Jahre. Das Baujahr ist aber nur ein Hinweis. Der Fachbetrieb bohrt in die Mörtelfugen, bringt den Dämmstoff ein und verschließt die Öffnungen mit möglichst farblich passendem Mörtel. Wie unauffällig die Stellen bleiben, hängt von Fugenfarbe, Alterung und Ausführung ab. Ob Leiter, Hubarbeitsbühne oder Gerüst nötig sind, richtet sich nach Gebäudehöhe, Gelände und Zugänglichkeit. Für eine gut zugängliche Kerndämmung liegen typische Angebote oft bei 25 bis 35 € pro m².
Wann deine Fassade für eine Einblasdämmung geeignet ist
Für eine nachträgliche Kerndämmung brauchst du eine ausreichend breite, durchgängige und trockene Hohlschicht; häufig sind mindestens etwa 4 bis 5 cm erforderlich. Der Fachbetrieb prüft mit einer Endoskopie an mehreren Stellen Dicke, Zustand, Mörtelreste und andere Hindernisse. Zusätzlich müssen Außenschale, Fugen und Schlagregenschutz intakt sein. Maßgeblich bleiben die Zulassung und die Verarbeitungsvorgaben des gewählten Dämmsystems.
Einblasdämmung für Dach, Geschossdecke und Kellerdecke: Das kostet die Dämmung der Bauteile
Wie viel Wärme über Dach, Außenwände und Keller verloren geht, hängt von Fläche, Aufbau, Dämmzustand, Temperaturdifferenz, Wärmebrücken und Luftwechsel ab. Deshalb unterscheiden sich auch Verfahren und Kosten deutlich: Offene Flächen lassen sich meist günstig dämmen, geschlossene Gefache und neu herzustellende Hohlräume sind aufwendiger.
Dachschräge dämmen: Zwischensparrendämmung per Einblasverfahren
Bei geschlossenen Sparrengefächern kostet eine geeignete Einblasdämmung meist 40 bis 70 € pro m². Zunächst prüft der Fachbetrieb Dachaufbau, Holzfeuchte, Luftdichtheit und die vorhandene oder erforderliche Dampfbremse. Erst bei einem bauphysikalisch geeigneten Aufbau werden die Gefache punktuell geöffnet, mit einem zugelassenen Dämmstoff in der vorgeschriebenen Dichte gefüllt und wieder luftdicht geschlossen. Beim Dämmsackverfahren wird ein passend aufgebauter Sack mit luftdichter beziehungsweise dampfbremsender Innenseite und diffusionsoffener Außenseite eingebracht und befüllt; Richtwerte liegen bei 50 bis 65 € pro m². Ist dein Dach ohnehin sanierungsbedürftig, lohnt der Blick auf die Kosten einer kompletten Dachsanierung : Wird die Eindeckung erneuert, lässt sich die Dämmung im selben Zug oft wirtschaftlicher von außen einbauen.
Oberste Geschossdecke: der Preis-Leistungs-Sieger
Wird der Dachboden nicht genutzt, kann Dämmstoff offen auf die oberste Geschossdecke aufgeblasen werden. Dafür gelten meist 20 bis 35 € pro m², bei 60 bis 80 m² also etwa 1.200 bis 2.800 €. Soll der Boden begehbar bleiben, braucht es eine tragfähige Unterkonstruktion mit Verlegeplatten; die Kosten steigen auf 40 bis 75 € pro m². Für kleine Budgets ist die offene Variante unschlagbar, weil sich bei einem unbeheizten, ungenutzten Dachraum mit überschaubarem Aufwand eine große Fläche dämmen lässt. So bringst du das Thema Dämmung im Wortsinn unter Dach und Fach.
Rechtlich wichtig: Erfüllen die oberste Geschossdecke und das darüber liegende Dach nicht den Mindestwärmeschutz, verlangt § 47 GEG grundsätzlich eine Dämmung der zugänglichen Geschossdecke auf höchstens 0,24 W/(m²·K) oder alternativ eine entsprechende Dachdämmung. Für selbst bewohnte Ein- und Zweifamilienhäuser, deren Eigentümer bereits am 1. Februar 2002 dort wohnte, gilt eine Ausnahme bis zum nächsten Eigentümerwechsel. Danach beträgt die Frist in der Regel zwei Jahre.
Kellerdecke und Flachdach: Kosten und Besonderheiten
Gibt es in der Kellerdecke bereits einen geeigneten Hohlraum, etwa bei alten Holzbalkendecken, kostet das Einblasen meist 15 bis 45 € pro m². Muss eine geeignete Konstruktion erst hergestellt werden, können 60 bis 110 € pro m² anfallen. Bei einem belüfteten Flachdach muss ein Fachplaner vorab prüfen, ob und wie der Hohlraum gedämmt werden darf. Die Einblasdämmung darf erforderliche Lüftungswege nicht unkontrolliert verschließen. Entscheidend sind außerdem Luftdichtheit, Zustand der Abdichtung, Feuchteverhalten und ein zugelassenes Dämmsystem. Als rechnerische Orientierung ergeben 20 bis 65 € pro m² bei 80 m² Dachfläche 1.600 bis 5.200 €. Details zur Abdichtung liefert der Ratgeber zum Flachdach-Abdichten .
| Bauteil | Kosten pro m² | Typische Fläche EFH | Gesamtkosten |
|---|---|---|---|
Dachschräge | 40–70 € | 60–100 m² | 2.400–7.000 € |
Oberste Geschossdecke, nicht begehbar | 20–35 € | 60–80 m² | 1.200–2.800 € |
Oberste Geschossdecke, begehbar | 40–75 € | 60–80 m² | 2.400–6.000 € |
Kellerdecke | 15–45 € | 60–80 m² | 900–3.600 € |
Flachdach | 20–65 € | 80 m² | 1.600–5.200 € |
Einblasdämmung: Kosten pro m³ und nach Dämmstoff
Abrechnung pro m² oder m³: So liest du Angebote richtig
Fachbetriebe kalkulieren je nach Bauteil pro Quadratmeter Fläche oder pro Kubikmeter Dämmvolumen. Ein Kubikmeterpreis ist nur zusammen mit Dämmdicke, Produkt, vorgeschriebener Einbaudichte und Leistungsumfang aussagekräftig. Beispiel: 30 € pro Quadratmeter entsprechen bei 8 cm Hohlraum 375 € pro Kubikmeter, bei 20 cm Dämmdicke dagegen 150 €. Für einen fairen Vergleich sollten im Angebot deshalb Bauteilfläche, Dämmdicke, Dämmstoff, geplante Einbaudichte beziehungsweise Materialmenge, Nebenleistungen und Bruttopreis stehen.
Dämmstoffe im Preisvergleich: Zellulose, EPS, Mineralwolle & Co.
Der Materialanteil lässt sich nur aus Produktpreis und vorgeschriebener Einbaudichte berechnen. Pauschale Kubikmeterpreise sind ohne Produkt, Dichte sowie Netto- oder Bruttoangabe nicht vergleichbar. Für die Kerndämmung kommen je nach Hohlraum, Schlagregenbeanspruchung, Brandschutz und Zulassung unter anderem wasserabweisende Mineralfaserflocken, Perlite oder EPS-Granulat infrage. Zellulose spielt ihre Stärken in Dachschrägen und Holzbalkendecken aus, Steinwollflocken sind die nichtbrennbare Wahl, wo Brandschutz gefordert ist.
| Dämmstoff | Materialkosten pro m³ | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
Glaswolle-Flocken | ab ca. 28 € | Geschossdecke, Hohlschicht |
Zellulose | ca. 40–50 € | Dachschräge, Holzbalkendecke |
Holzfaser | ca. 42 € | Decken |
Steinwollflocken | ca. 120 € | Fassade, erhöhter Brandschutz |
EPS-Granulat | ca. 160 € | Kerndämmung der Fassade |
Kostenbeispiel: Einblasdämmung im Einfamilienhaus
Beispielrechnung: Fassade plus Geschossdecke
Ein typisches Einfamilienhaus mit zweischaligem Mauerwerk und ungenutztem Dachboden: 120 m² Fassade und 80 m² oberste Geschossdecke. So sieht die Rechnung aus:
| Position | Fläche | Preis pro m² | Kosten |
|---|---|---|---|
Kerndämmung Fassade | 120 m² | 35 € | 4.200 € |
Oberste Geschossdecke, offen aufgeblasen | 80 m² | 28 € | 2.240 € |
Zwischensumme | 200 m² gesamt | 32 € im Mittel | 6.440 € |
BAFA-Zuschuss 15 % | auf die Gesamtsumme | 15 % | - 966 € |
Endsumme nach Förderung | 200 m² gesamt | rund 27 € effektiv | ca. 5.475 € |
Bei anerkannten förderfähigen Kosten reduziert ein BAFA-Zuschuss von 15 Prozent die effektive Belastung der 6.440-€-Beispielrechnung rechnerisch auf 5.474 €, gerundet rund 5.475 €. Wer zunächst weniger investieren will, kann bei einem ungenutzten, unbeheizten Dachraum mit der Geschossdecke beginnen. Die Fassadendämmung kannst du später nachholen.
Wann sich die Investition rechnet
Wie schnell sich die Dämmung rechnet, hängt vom bisherigen U-Wert, der gedämmten Fläche, dem Heizenergieverbrauch und dem Energiepreis ab. Rechenbeispiel: Kostet die Raumwärme vor der Sanierung 2.400 € pro Jahr und sinkt dieser Betrag um 15 Prozent, sparst du rund 360 € jährlich. Bei effektiven Investitionskosten von 5.475 € ergibt das ohne Energiepreisänderungen eine einfache Amortisationszeit von gut 15 Jahren. Kerndämmung und Dämmung der Geschossdecke amortisieren sich wegen der häufig niedrigeren Investition oft schneller als eine aufwendige Dämmung der Dachschräge. Für dein Haus sollte die Einsparung anhand der U-Werte und des tatsächlichen Verbrauchs berechnet werden.
Diese Faktoren bestimmen den Preis deiner Einblasdämmung
Hohlraum, Dämmstoff und Fläche: die drei größten Hebel
Drei Faktoren bestimmen einen großen Teil des Gesamtpreises. Erstens beeinflusst die Hohlraumdicke die benötigte Materialmenge; bei 8 cm wird ungefähr doppelt so viel Volumen gefüllt wie bei 4 cm. Zweitens bestimmen Dämmsystem, Produktpreis und vorgeschriebene Einbaudichte den Materialanteil. Drittens verursachen Anfahrt, Maschineneinrichtung und Reinigung unabhängig von der Fläche Fixkosten. Je größer die gedämmte Fläche, desto geringer fällt der Fixkostenanteil pro m² aus. Lass dir diese Positionen im Gesamtpreis oder als klar bezifferte Pauschalen ausweisen.
Zuschläge: Mindermengen, Vorarbeiten und schwer erreichbare Bauteile
Bei kleinen Flächen kann der Quadratmeterpreis wegen Anfahrt, Maschineneinrichtung und Reinigung höher ausfallen. Muss ein geeigneter Hohlraum erst mit einer neuen Konstruktion geschaffen werden, können an Kellerdecke oder Geschossdecke statt 15 bis 45 € etwa 60 bis 110 € pro m² anfallen. Die Dämmung geschlossener Dachgefache kostet mit 40 bis 70 € pro m² meist mehr als offenes Aufblasen, weil jedes Gefach geprüft, geöffnet, in vorgeschriebener Dichte gefüllt und wieder luftdicht geschlossen werden muss.
| Faktor | Auswirkung auf den Preis |
|---|---|
Hohlraumdicke 4 statt 8 cm | rund die halbe Materialmenge pro m² bei fast gleicher Arbeitszeit |
Dachschräge statt offener Geschossdecke | +25 bis +40 € pro m² |
Begehbare statt nicht begehbare Geschossdecke | +25 bis +40 € pro m² |
Hohlraum muss erst geschaffen werden | 60–110 € statt 15–45 € pro m² |
Kleinfläche unter ca. 30 m² | Mindermengenzuschlag möglich, da Anfahrt und Maschineneinrichtung als Fixkosten anfallen |
Nichtbrennbarer Dämmstoff statt EPS | Produkt- und dichteabhängiger Materialaufpreis |
Förderung 2026: So sicherst du dir Zuschuss oder Steuerbonus
BAFA-Zuschuss: 15 bis 20 Prozent über die BEG-Einzelmaßnahme
Das BAFA fördert anerkannte Maßnahmen an der Gebäudehülle grundsätzlich mit 15 Prozent. Ohne iSFP werden bis zu 30.000 € pro Wohneinheit berücksichtigt, also höchstens 4.500 € Zuschuss. Mit einem gültigen iSFP steigt der Kostenrahmen auf 60.000 €. Für Anträge ab dem 21. Juli 2026 kommen die zusätzlichen 5 Prozentpunkte jedoch nur für den förderfähigen Anteil über 30.000 € hinzu. Der maximale Zuschuss beträgt damit 10.500 €. Eine typische Einblasdämmung für 6.440 € erhält weiterhin 15 Prozent beziehungsweise 966 €. Für den Antrag brauchst du zunächst einen unterschriebenen Lieferungs- oder Leistungsvertrag mit einer aufschiebenden oder auflösenden Bedingung für die Förderzusage. Danach stellst du den Antrag. Mit den Arbeiten darfst du erst nach der Antragstellung beginnen; vor der Förderzusage geschieht das auf eigenes Risiko.
Steuerbonus nach § 35c EStG: die Alternative für Selbstnutzer
Der Steuerbonus nach § 35c EStG mindert die Einkommensteuer über drei Jahre um insgesamt 20 Prozent: 7 Prozent im Abschlussjahr, 7 Prozent im Folgejahr und 6 Prozent im dritten Jahr, höchstens 40.000 € pro Objekt. Begünstigt ist ein mindestens zehn Jahre altes eigenes Gebäude, das du selbst bewohnst. Die Maßnahme muss ein Fachunternehmen ausführen und nach amtlichem Muster bescheinigen. Außerdem brauchst du eine deutschsprachige Rechnung und musst unbar auf das Konto des Leistungserbringers zahlen. Wie viel du tatsächlich nutzen kannst, hängt von deiner Einkommensteuer in den drei Jahren ab. Für dieselben Kosten kannst du nicht zugleich einen BAFA-Zuschuss oder ein zinsverbilligtes Förderdarlehen und § 35c nutzen. Bei 6.440 € beträgt die rechnerische Steuerermäßigung 1.288 €.
Technische Anforderungen und der richtige Ablauf
Gefördert wird nur, was die technischen Mindestanforderungen erfüllt: Bei der Kerndämmung braucht der Dämmstoff eine Wärmeleitfähigkeit von höchstens 0,035 W/(m·K), bei Dach und oberster Geschossdecke ist ein U-Wert von 0,14 W/(m²K) gefordert, bei der Kellerdecke 0,25 W/(m²K). Für den BAFA-Antrag musst du einen Energieeffizienz-Experten einbinden, dessen Fachplanung und Baubegleitung mit 50 Prozent bezuschusst wird.
| Förderweg | Höhe | Voraussetzung |
|---|---|---|
BAFA-Basisförderung | 15 % | Vertrag mit Förderklausel vor Antrag; Beginn erst nach Antragstellung; Energieeffizienz-Experte; technische Mindestanforderungen |
iSFP-Bonus | +5 Prozentpunkte auf den förderfähigen Anteil über 30.000 € | gültiger iSFP; erhöhter Kostenrahmen bis 60.000 €; neue Bonuslogik ab 21.07.2026 |
Steuerbonus § 35c EStG | 20 % über 3 Jahre | selbst genutztes Gebäude, mindestens 10 Jahre alt; Fachunternehmen und Bescheinigung; deutsche Rechnung; unbare Zahlung; keine Doppelförderung derselben Kosten |
Bei der Einblasdämmung sparen und den richtigen Fachbetrieb finden
Fünf Sparhebel, die wirklich funktionieren
Diese fünf Maßnahmen reduzieren deine effektiven Kosten, ohne dass du Abstriche bei der Qualität machen musst:
- Mit der obersten Geschossdecke starten: Offenes Aufblasen kostet bei 60 bis 80 m² meist etwa 1.200 bis 2.800 €. Bleibt der Dachraum unbeheizt und ungenutzt, kann diese Lösung gegenüber der Dämmung der Dachschräge mehrere Tausend Euro sparen, weil die thermische Hülle an der Decke verläuft.
- Bauteile bündeln: Werden Fassade und Geschossdecke im selben Auftrag per Einblasdämmung gedämmt, können Anfahrt und Maschineneinrichtung häufig gemeinsam kalkuliert werden. Ob eine zweite Anfahrt entfällt, muss das Angebot ausdrücklich zeigen.
- Förderung richtig vorbereiten: Schließe zuerst einen Vertrag mit Förderklausel und stelle danach den BAFA-Antrag. Bei anerkannten förderfähigen Kosten reduziert ein Zuschuss von 15 Prozent die effektive Belastung einer 6.440-€-Maßnahme um 966 €.
- Zwei bis drei Angebote vergleichen: Stelle nur Angebote mit gleichem Dämmsystem, gleicher Fläche, Dämmdicke und denselben Nebenleistungen gegenüber. So erkennst du echte Preisunterschiede statt Abweichungen im Leistungsumfang.
- Auf Vollständigkeit achten: Hohlraumprüfung, Bohrbild, Dämmsystem, Fläche, Dämmdicke, geplante Einbaudichte oder Materialmenge, Dokumentation und Verschluss der Öffnungen gehören eindeutig ins Angebot. Zusatzarbeiten müssen mit Preis oder Abrechnungsgrundlage genannt sein.
Woran du einen guten Dämm-Fachbetrieb erkennst
Einen guten Fachbetrieb erkennst du daran, dass er den Hohlraum an mehreren Stellen prüft, ein für das Bauteil zugelassenes Dämmsystem nennt und Einbaudichte beziehungsweise Materialverbrauch dokumentiert. Frage außerdem nach Referenzobjekten und auf Wunsch nach einem Nachweis der Betriebshaftpflichtversicherung. Über Listando findest du Dachdecker und Dämmprofis aus deiner Region , vergleichst Bewertungen und holst kostenlos Angebote ein. Für die Einordnung der Angebote hilft dir außerdem der Überblick, was ein Dachdecker pro Stunde kostet .
Häufige Fragen zu den Kosten der Einblasdämmung
Was kostet eine Einblasdämmung für ein Einfamilienhaus komplett?
Rechne je Bauteil grob mit etwa 1.200 bis 7.000 €. Das Kombipaket aus Kerndämmung der Fassade und offener Dämmung der obersten Geschossdecke kann je nach Fläche und Angebot ungefähr 4.000 bis 9.000 € kosten. Kommen Dachschräge, Kellerdecke oder Flachdach hinzu, muss jede Fläche separat kalkuliert werden. Erfüllt die Maßnahme die technischen Mindestanforderungen und wurde sie richtig beantragt, beträgt die BAFA-Grundförderung 15 Prozent der anerkannten förderfähigen Kosten.
Kann ich eine Einblasdämmung selbst machen?
Kerndämmung und geschlossene Dachgefache gehören wegen Einblasdichte, Feuchteschutz und systemgebundener Verarbeitung in die Hände eines qualifizierten Fachbetriebs. Bei einer förderfähigen Eigenleistung kann das BAFA ausschließlich die unmittelbar benötigten Materialkosten berücksichtigen, wenn deren korrekte Verwendung fachlich bestätigt wird. Der Steuerbonus nach § 35c EStG setzt dagegen die Ausführung durch ein Fachunternehmen voraus. Offenes Aufblasen auf einer geeigneten Geschossdecke ist technisch eher selbst machbar, sollte aber vorher bauphysikalisch geprüft werden.
Wie lange dauert eine Einblasdämmung?
Eine gut zugängliche Kerndämmung oder offene Geschossdeckendämmung ist bei einem Einfamilienhaus häufig in ein bis zwei Arbeitstagen erledigt. Dachgefache, schwierige Zugänge, Vorarbeiten oder eine neu herzustellende Luftdichtheitsschicht können länger dauern. Ob Gerüst, Leiter oder Hubarbeitsbühne nötig sind, hängt vom Gebäude ab. Das Team bohrt, bläst ein, verschließt die Löcher und reinigt die Fläche.
Welche Nachteile hat eine Einblasdämmung?
Die Dämmwirkung einer Kerndämmung ist durch die vorhandene Hohlraumdicke begrenzt. Ein WDVS mit größerer Dämmstoffdicke kann niedrigere U-Werte erreichen. Die Kerndämmung funktioniert nur bei einer ausreichend breiten, durchgängigen und trockenen Hohlschicht. Dafür muss ein bauaufsichtlich geeignetes, wasserabweisendes Material verwendet werden. Vorher prüft der Fachbetrieb Außenschale, Fugen, Schlagregenschutz, Mörtelreste und andere Hindernisse. Offenes Aufblasen und Einblasen in eigens hergestellte Gefache sind dagegen auch ohne bereits vorhandenen Hohlraum möglich.
Bei welchen Baujahren ist zweischaliges Mauerwerk typisch?
Zweischaliges Mauerwerk mit Hohlschicht ist besonders bei Klinker- und Verblendfassaden im Norden und Westen Deutschlands verbreitet, häufig bei Gebäuden aus dem 20. Jahrhundert bis in die 1980er-Jahre. Das Baujahr ist nur ein Hinweis. Gewissheit bringen Bauunterlagen und eine Endoskopie an mehreren Stellen: ein kleines Bohrloch in der Fuge, ein Kamerablick, und du weißt, ob und wie dick deine Hohlschicht ist.
So ermittelt Listando seine Kostendaten
Von der Planung von Events bis zur Buchung von Dienstleistungen rund ums Zuhause hilft Listando Zehntausenden von Menschen dabei, die passenden Profis für ihre Projekte zu finden. Damit unsere Leser fundierte Entscheidungen treffen können, veröffentlichen wir Kostenartikel mit sorgfältig recherchierten Preisinformationen und klaren redaktionellen Standards.
Unsere Kostendaten basieren auf umfassender Recherche zu realen Preisen für Dienstleistungen. Dafür prüfen wir Angebote, Informationen von Dienstleistern, Marktdaten, öffentlich verfügbare Preisangaben sowie Einschätzungen erfahrener Profis aus verschiedenen Branchen. Da Preise je nach Standort, Projektumfang, Material, Zeitpunkt und individuellen Anforderungen variieren können, sollen unsere Artikel realistische Preisspannen vermitteln - nicht ein verbindliches Festpreisangebot.
Wir überprüfen und aktualisieren unsere Kostenartikel regelmäßig, damit die Informationen für Menschen, die Dienstleistungen auf Listando.com vergleichen, relevant und hilfreich bleiben.
Möchtest du uns helfen, unsere Kostendaten zu verbessern? Sende uns ein aktuelles Angebot oder eine Rechnung zu deinem Projekt an [email protected]. Angebote und persönliche Informationen werden nicht öffentlich geteilt.

Geschrieben von Jan Leombruno
Staff Writer
Ausgebildet am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), verbindet Jan Leombruno dreijährige SEO-Praxis mit moderner Answer Engine Optimization (AEO).
Weiterlesen



