Wohnung streichen lassen: Kosten 2026 pro m², nach Wohnungsgröße und mit Beispielrechnung

Aktuelle Preise, konkrete Kostenfaktoren und praktische Rechenbeispiele für Maler im Überblick.

Frederic Brandenstein

Geschrieben von Frederic Brandenstein

Staff Writer

Aktualisiert 9. Aug. 2026

Wohnung streichen lassen: die Kosten 2026 auf einen Blick
  • Eine Wohnung komplett streichen zu lassen (Wände und Decken, weiß, zwei Anstriche) kostet 2026 zwischen 25 und 40 € pro m² Wohnfläche. Eine 80-qm-Wohnung liegt damit bei 2.000 bis 3.200 €.

  • Maler kalkulieren häufig nach der tatsächlich zu bearbeitenden Wand- und Deckenfläche. Für einen einfachen weißen Wandanstrich sind 10 bis 15 € pro m² Wandfläche ein Richtwert; aus der Wohnfläche allein lässt sich die Streichfläche nur grob ableiten.

  • Mögliche Eigenleistungen solltest du vorher mit dem Betrieb festlegen. Leerräumen, abgestimmtes Abkleben und der vereinbarte Tapetenabriss können Arbeitskosten senken; allein für den Tapetenabriss werden häufig 4 bis 12 € pro m² Wandfläche berechnet.

Was kostet es, eine Wohnung streichen zu lassen?

Eine Wohnung komplett streichen zu lassen kostet 2026 grob 25 bis 40 € pro m² Wohnfläche, wenn Wände und Decken weiß gestrichen werden. Die Spanne ist eine Orientierung für zwei Anstriche bei normalem Untergrund. Eine 80-qm-Wohnung liegt damit bei 2.000 bis 3.200 €, eine 100-qm-Wohnung bei 2.500 bis 4.000 €. Arbeits- und Materialanteile, Untergrund, Raumhöhe, Möblierung und regionale Lohnkosten verändern den Endpreis. Über Listando vergleichst du Maler aus deiner Region und holst mehrere Angebote für denselben Leistungsumfang ein.

Dieser Ratgeber konzentriert sich auf die komplette Wohnung. Stundensätze, Lackierarbeiten und alle weiteren Leistungen vom Zimmer bis zur Fassade behandelt unser Ratgeber Maler-Kosten im Überblick .

LeistungPreisBezugsgröße

Wandanstrich einfach, weiß

10–15 € pro m²

Wandfläche

Wandanstrich mit Vorarbeiten

15–25 € pro m²

Wandfläche

Deckenanstrich

12–18 € pro m²

Deckenfläche

Komplettpaket Wände und Decken, weiß

25–40 € pro m²

Wohnfläche

Stundensatz Maler

ca. 48–83 € brutto bei 19 % USt.

pro Stunde

Preis pro m²: Wandfläche und Wohnfläche im Vergleich

Maler kalkulieren nach der Fläche, die sie tatsächlich bearbeiten. Miss deshalb die Wandlängen je Raum, multipliziere sie mit der Raumhöhe, ziehe größere Öffnungen nach Absprache ab und addiere die Deckenflächen. Bei einer 80-qm-Wohnung können beispielsweise rund 100 m² Wandfläche plus 80 m² Decke anfallen. Pauschalfaktoren von etwa 2,25 bis 2,5 mal Wohnfläche sind nur eine erste Näherung: Grundriss, Innenwände, Raumhöhe, Türen und Fenster können das Ergebnis deutlich verändern. Prüfe beim Angebot immer, ob Wandfläche, Deckenfläche oder Wohnfläche die Bezugsgröße ist.

Stundenlohn vs. Festpreis: so rechnen Malerbetriebe ab

Malerbetriebe rechnen nach Stunden, nach Fläche oder als Pauschale ab. Für schwer vorhersehbare Ausbesserungen können Stundensätze sinnvoll sein; Verbraucherangebote sollten den zu zahlenden Bruttopreis und den Leistungsumfang ausweisen. Für komplette Wohnungen schafft ein Festpreis nach Besichtigung mehr Kostensicherheit. Trocknungs-, Rüst- und Nebenzeiten sind dann nicht verschwunden, sondern im vereinbarten Gesamtpreis kalkuliert.

Wohnung streichen lassen: Kosten nach Größe von 50 bis 100 qm

Mit der Wohnungsgröße steigt der Gesamtpreis, der Quadratmeterpreis sinkt aber leicht: Anfahrt, Abdecken und Rüstzeit fallen nur einmal an, egal ob der Maler zwei oder fünf Zimmer streicht. Deshalb kostet eine komplette Wohnung pro m² weniger als ein einzeln beauftragtes Zimmer. Alle Preise gelten für weißen Anstrich in zwei Schichten bei normalem Wandzustand.

WohnflächeNur WändeWände + DeckenTypische Dauer

50 qm

800–1.300 €

1.300–2.000 €

1–2 Tage

60 qm

950–1.550 €

1.500–2.400 €

1–2 Tage

70 qm

1.100–1.800 €

1.800–2.800 €

2–3 Tage

80 qm

1.250–2.050 €

2.000–3.200 €

2–3 Tage

90 qm

1.400–2.300 €

2.300–3.600 €

3 Tage

100 qm

1.550–2.550 €

2.500–4.000 €

3–4 Tage

50 und 60 qm: die 2-Zimmer-Wohnung

Eine 50-qm-Wohnung streichen zu lassen kostet 1.300 bis 2.000 € komplett, nur die Wände liegen bei 800 bis 1.300 €. Bei 60 qm sind es 1.500 bis 2.400 € beziehungsweise 950 bis 1.550 €. Typisch sind zwei Zimmer plus Küche, Bad und Flur, die ein Zwei-Mann-Team in ein bis zwei Tagen erledigt. Gerade vor einem Mieterwechsel ist das die schnellste Größe: morgens leergeräumt, am übernächsten Tag frisch gestrichen übergeben.

70 und 80 qm: die 3-Zimmer-Wohnung

Die 3-Zimmer-Wohnung ist die häufigste Auftragsgröße. 70 qm kosten 1.800 bis 2.800 € für Wände und Decken, 80 qm liegen bei 2.000 bis 3.200 €. Wer nur die Wände streichen lässt, zahlt 1.100 bis 1.800 € beziehungsweise 1.250 bis 2.050 €. Der Maler braucht zwei bis drei Tage, inklusive der Trocknungszeit zwischen den beiden Anstrichen.

90 und 100 qm: die große Wohnung

Bei 90 qm zahlst du 2.300 bis 3.600 €, bei 100 qm 2.500 bis 4.000 € für das Komplettpaket. Nur die Wände kosten 1.400 bis 2.300 € beziehungsweise 1.550 bis 2.550 €. Plane drei bis vier Arbeitstage ein. Hier macht sich die Mengendegression am deutlichsten bemerkbar: Pro Quadratmeter Wohnfläche landet die große Wohnung am unteren Ende der Spanne von 25 bis 40 €.

So kalkulierst du wie ein Maler: der Kostenrechner für deine Wohnung

Du brauchst keinen Online-Rechner, um die Kosten für deine Wohnung zu ermitteln. Zwei Schritte und ein Zollstock reichen, und du kalkulierst mit denselben Zahlen wie der Malerbetrieb.

Schritt 1: Wand- und Deckenfläche ermitteln

Miss die Länge aller Wände in jedem Raum und multipliziere die Summe mit der Raumhöhe. Größere Fenster- und Türflächen ziehst du nur so ab, wie es der Betrieb kalkuliert; Laibungen und Abklebearbeiten bleiben schließlich Aufwand. Die Deckenfläche entspricht ungefähr der Wohnfläche. Für eine erste Budgetspanne kannst du bei üblichen Grundrissen mit etwa 2,25 bis 2,5 mal Wohnfläche für Wände und Decken rechnen. Bei 80 qm wären das grob 180 bis 200 m²; ein Aufmaß ersetzt die Faustformel nicht.

Schritt 2: Fläche mal m²-Preis rechnen

Ordne jeder Fläche den passenden Richtwert zu: etwa 10 bis 15 € für einen einfachen weißen Wandanstrich, 15 bis 25 € bei zusätzlichen Vorarbeiten und 12 bis 18 € für Decken. Kläre vor dem Rechnen, ob Farbe, Abdecken, Anfahrt und Mehrwertsteuer bereits im m²-Preis enthalten sind. Material darf nicht noch einmal pauschal addiert werden, wenn es im Einheitspreis schon enthalten ist.

Rechenbeispiel: 100-qm-Wohnung in Zahlen

Eine beispielhafte 100-qm-Wohnung mit 50 m Gesamtwandlänge und 2,50 m Raumhöhe hat 125 m² Wandfläche und 100 m² Deckenfläche. Die folgende Kalkulation weist das Material getrennt aus; bei einem realen Angebot darf es nicht zusätzlich berechnet werden, wenn es bereits in den Einheitspreisen steckt.

PositionFlächem²-PreisKosten

Wände streichen

125 m²

10–15 €

1.250–1.875 €

Decken streichen

100 m²

12–15 €

1.200–1.500 €

Material (Farbe, Abdeckfolie, Kleinteile)

pauschal

pauschal

250–400 €

Gesamtsumme

225 m² Streichfläche

12–17 € im Schnitt

2.700–3.775 €

Geteilt durch die Wohnfläche ergibt das rund 27 bis 38 € pro m² und liegt damit innerhalb der Orientierungsspanne aus der Überblickstabelle.

Diese Faktoren machen das Streichen teurer oder günstiger

Ob deine Wohnung am unteren oder oberen Ende der Spanne landet, entscheiden sechs Faktoren. Jeder davon lässt sich beziffern.

Zustand der Wände: von streichfertig bis sanierungsbedürftig

Streichfertige Wände sind der günstigste Fall. Risse, Dübellöcher, sandende Flächen oder stark saugende Untergründe können Spachteln und Grundieren erforderlich machen. Als grobe Angebotswerte werden für einfache Spachtelarbeiten häufig 5 bis 10 € pro m² und für Grundierungen etwa 2 bis 4 € pro m² angesetzt. Eine vollflächige Q3-Oberfläche ist eine eigene, deutlich aufwendigere Leistung und kann etwa 15 bis 25 € pro m² zusätzlich kosten. Zustand, gewünschte Oberflächenqualität und enthaltene Arbeitsschritte müssen deshalb im Angebot konkret beschrieben sein.

Farbton und Farbqualität

Weiß auf einem hellen, tragfähigen Untergrund ist meist am günstigsten. Kräftige Farbtöne, ein starker Farbwechsel oder geringe Deckkraft können weitere Arbeitsgänge erfordern; dafür werden teils 3 bis 8 € pro m² Wandfläche oder prozentuale Aufschläge angeboten. Entscheidend sind Untergrund, Farbton, Produkt und vereinbarte Deckung. Eine höher deckende Farbe kann einen zusätzlichen Anstrich vermeiden, garantiert ihn aber nicht.

Raumhöhe, Möbel und Region

Hohe Räume, Treppen- oder Gerüstarbeiten und viele Möbel erhöhen den Aufwand. Bei Altbauhöhen können Angebote beispielsweise 10 bis 20 % über einem vergleichbaren Standardraum liegen; für das Rücken und Abdecken von Möbeln werden teils Flächen- oder Zeitaufschläge kalkuliert. Auch regionale Lohn-, Anfahrts- und Betriebskosten wirken sich aus. Diese Werte sind keine festen Zuschläge: Verbindlich ist der Preis für den konkret besichtigten Leistungsumfang.

FaktorAuswirkung auf den PreisBeispiel

Dunkler oder kräftiger Farbton

+3–8 €/m² Wandfläche

Anthrazit-Wand mit drei Anstrichen

Altbau über 2,50 m Raumhöhe

+10–20 %

Gründerzeitwohnung mit 3,20 m Decken

Möblierte Räume

+ca. 2 €/m²

Möbel rücken und einzeln abdecken

Grundierung nötig

+2–4 €/m²

Sandender Altputz

Großstadtlage

+20–30 %

München oder Hamburg statt Umland

Leergeräumte, streichfertige Wohnung

Untergrenze der Spanne

25 €/m² Wohnfläche statt 40 €

Zusatzkosten: Tapeten entfernen, Spachteln, Türen und Fenster

Der Basispreis deckt Streichen, Abkleben und einfaches Abdecken ab. Alles darüber hinaus steht als eigene Position im Angebot, und einige dieser Posten sind teurer als der Anstrich selbst.

Alte Tapeten entfernen und Wände spachteln

Alte Tapeten zu entfernen kostet 4 bis 12 € pro m² Wandfläche. Trocken abziehbare Raufaser liegt am unteren Ende, mehrschichtige, fest verklebte Alttapeten am oberen. Bei einer 75-qm-Wohnung mit rund 150 m² tapezierter Fläche kommen so 600 bis 1.800 € zusammen, bevor überhaupt gestrichen wird. Danach muss die Wand oft gespachtelt werden: Q2-Qualität für den normalen Anstrich kostet 5 bis 10 € pro m², das glatte Finish in Q3 liegt bei 15 bis 25 € pro m². Falls du danach lieber neu tapezieren statt streichen willst, findest du alle Kosten fürs Tapezieren im eigenen Ratgeber.

Türen, Zargen und Fensterrahmen mitstreichen

Türen, Zargen, Fensterrahmen, Sockelleisten und Heizkörper gehören nicht automatisch zum Wohnungsanstrich. Für Türblatt und Zarge liegen gebündelte Lackierangebote je nach Zustand häufig bei 160 bis 300 €; nur das Türblatt kann etwa 100 bis 320 € kosten. Fensterrahmen innen werden teils mit 25 bis 100 € pro Stück, Sockelleisten mit 3 bis 5 € pro Meter und eingebaute Heizkörper mit 50 bis 150 € pro Stück kalkuliert. Welche Vorarbeiten enthalten sind, entscheidet über die Vergleichbarkeit. Details findest du im Ratgeber Türen lackieren lassen .

ZusatzleistungPreis

Tapete entfernen

4–12 €/m² Wandfläche

Wände spachteln (Q2)

5–10 €/m²

Wände glätten (Q3)

15–25 €/m²

Tür inkl. Zarge lackieren

160–300 €/Stück als Kombiauftrag; Türblatt je nach Aufwand etwa 100–320 €

Fenster innen streichen

25–100 €/Stück

Sockelleisten streichen

3–5 €/m

Heizkörper lackieren

50–150 €/Stück

Kostenbeispiel: 80-qm-Wohnung komplett streichen lassen

So sieht die Rechnung für die häufigste Größe konkret aus: eine 3-Zimmer-Wohnung mit 80 qm Wohnfläche, 2,50 m Raumhöhe, rund 100 m² Wandfläche und 80 m² Decke. Gestrichen wird weiß in zwei Schichten.

Variante 1: streichfertige Wände, weißer Anstrich

Bei normalem Wandzustand ohne Tapetenabriss setzt sich der Preis aus diesen Positionen zusammen:

PositionMengeKosten

Abdecken und Abkleben

pauschal

150–250 €

Wände streichen

100 m² × 10–15 €

1.000–1.500 €

Decken streichen

80 m² × 12–15 €

960–1.200 €

Material (Farbe, Folie, Kleinteile)

pauschal

250 €

Gesamt Variante 1

streichfertig, weiß

2.400–3.200 €

Gesamt Variante 2

mit Tapetenabriss und Akzentwand

3.200–4.500 €

Variante 2: mit Tapetenabriss und Akzentwand

Dieselbe Wohnung mit alter Raufaser an den Wänden und einer dunklen Akzentwand im Wohnzimmer landet bei 3.200 bis 4.500 €. Der Tapetenabriss auf 100 m² Wandfläche kostet 400 bis 1.200 €, die Akzentwand braucht drei Anstriche in getönter Farbe und kostet 3 bis 8 € pro m² mehr. Dazu kommen kleinere Spachtelarbeiten, weil unter alten Tapeten regelmäßig Löcher und Risse zum Vorschein kommen.

So sparst du beim Streichenlassen der Wohnung

Gute Vorbereitung und vergleichbare Angebote können die Rechnung senken. Stimme jede Eigenleistung vorher ab, damit keine Doppelarbeit, Haftungslücke oder Verzögerung entsteht.

Eigenleistung: Ausräumen, Abkleben, Tapeten abreißen

Räume Möbel und persönliche Gegenstände nach Absprache aus dem Arbeitsbereich. Abkleben oder Tapetenablösen lohnt nur, wenn der Betrieb den Zustand anschließend akzeptiert und die eingesparte Position im Angebot abzieht. Elektroabdeckungen solltest du nicht eigenmächtig demontieren; kläre mit dem Betrieb, wer spannungsfrei und fachgerecht arbeitet. Der mögliche Preisvorteil hängt von Fläche, Tapetenart und tatsächlichem Zeitaufwand ab.

Clever beauftragen: Festpreis, Angebotsvergleich und Timing

Bündle mehrere Räume, damit Anfahrt und Rüstzeit nur einmal anfallen. Hole mehrere Fest- oder Einheitspreisangebote mit demselben Umfang ein und vergleiche Vorarbeiten, Anzahl der Anstriche, Material, Abdecken, Anfahrt, Mehrwertsteuer und Nachträge. Frage rechtzeitig an und biete bei Bedarf flexible Termine an, ohne einen pauschalen Saisonrabatt vorauszusetzen. Wähle Farbe und System nach Untergrund und vereinbarter Deckung statt allein nach Markenname oder Eimerpreis.

MaßnahmeTypische Ersparnis

Wohnung komplett leerräumen

Ersparnis nach Zeitaufwand und Angebotsabzug

Tapeten selbst entfernen

4–12 €/m² Wandfläche

Alles in einem Auftrag statt Einzelzimmer

Weniger Anfahrts- und Rüstkosten möglich

Drei Festpreisangebote vergleichen

Preisvorteil nur im konkreten Vergleich

Nebensaison und frühe Anfrage

Mehr Terminoptionen; Rabatt nicht garantiert

Maler beauftragen: darauf kommt es beim Angebot an

Ein prüfbares Malerangebot beschreibt den Leistungsumfang nachvollziehbar: Flächen oder Pauschalen, Untergrundvorbereitung, Grundierung, Anstriche, Material, Abdecken, Anfahrt, Mehrwertsteuer, Termin und Regeln für Zusatzarbeiten. Eine Pauschale kann sinnvoll sein, wenn ihr Umfang klar feststeht; ohne Beschreibung lassen sich Angebote jedoch kaum vergleichen. Produkt oder Qualitätsanforderung und der Umgang mit unerwarteten Untergrundschäden sollten ebenfalls genannt sein.

Checkliste: das gehört in ein seriöses Malerangebot

  • Leistungsumfang: Flächen, Vorarbeiten, Anstriche, Abdecken und Nebenleistungen sind beschrieben.
  • Farbe und Qualität: Produkt oder Qualitätsanforderung, Farbton und Anzahl der Anstriche sind ausgewiesen.
  • Preisgrundlage: Festpreis, Einheitspreise oder Stundenlohn sowie Mehrwertsteuer und Materialanteile sind klar.
  • Betriebsprofil: Vergleichbare Projekte, Bewertungen und erreichbare Kontaktdaten helfen bei der Auswahl.
  • Zusatzarbeiten: Unerwartete Leistungen und Preise werden vor der Ausführung abgestimmt und dokumentiert.
  • Termin und Übergabe: Start, voraussichtliche Dauer, Trocknung und Abnahme sind vereinbart.

Timing bei Ein- und Auszug

Beim Mieterwechsel ist ein Puffer zwischen Auszug und Neueinzug sinnvoll. Für eine 80-qm-Wohnung können zwei bis drei Arbeitstage plus Trocknung und Reserve für erst nach dem Ausräumen sichtbare Spachtelarbeiten realistisch sein; Umfang und Klima verändern den Termin. Frage mehrere Wochen vorher an. Über Listando beschreibst du dein Projekt und vergleichst Angebote von Malerbetrieben aus deiner Nähe.

Häufige Fragen zu den Kosten fürs Wohnung streichen lassen

  • Wer zahlt das Streichen beim Auszug: Mieter oder Vermieter?

    Nach § 535 BGB muss der Vermieter die Wohnung grundsätzlich in einem vertragsgemäßen Zustand erhalten. Schönheitsreparaturen können aber durch eine wirksame Mietvertragsklausel auf den Mieter übertragen sein. Der Bundesgerichtshof (VIII ZR 185/14) hält eine formularmäßige Übertragung bei unrenoviert oder renovierungsbedürftig übergebener Wohnung ohne angemessenen Ausgleich für unwirksam; außerdem können etwa starre Fristen oder eine pauschale Endrenovierung problematisch sein. Entscheidend sind Wortlaut, Übergabezustand, Ausgleich und tatsächlicher Renovierungsbedarf. Prüfe Vertrag und Übergabeprotokoll, bevor du auf eigene Kosten beauftragst; bei Streit hilft eine individuelle Rechtsberatung.

  • Wie lange dauert es, eine Wohnung streichen zu lassen?

    Ein Zwei-Mann-Team streicht 50 bis 60 qm in ein bis zwei Tagen, 80 qm in zwei bis drei Tagen und 100 qm in drei bis vier Tagen, jeweils inklusive der Trocknungszeit zwischen den beiden Anstrichen. Kommen Tapetenabriss und Spachtelarbeiten dazu, verlängert sich das Projekt um zwei bis vier Tage. Beim Mieterwechsel sind 5 bis 7 Tage zwischen Auszug und Neueinzug ein realistischer Puffer.

  • Kann ich die Kosten fürs Streichen von der Steuer absetzen?

    Für begünstigte Malerarbeiten im Haushalt kann § 35a EStG eine Steuerermäßigung von 20 % der begünstigten Aufwendungen bis höchstens 1.200 € pro Jahr vorsehen. Begünstigt sind grundsätzlich Arbeits-, Maschinen- und Fahrtkosten einschließlich darauf entfallender Umsatzsteuer, nicht das Material. Voraussetzung sind Rechnung und unbare Zahlung; öffentlich geförderte oder bereits anderweitig berücksichtigte Kosten können ausgeschlossen sein. Bei 2.500 € vollständig begünstigten Arbeitskosten wären rechnerisch 500 € möglich. Im Einzelfall entscheidet das Finanzamt.

  • Lohnt es sich, die Wohnung selbst zu streichen statt streichen zu lassen?

    Das Material für eine 80-qm-Wohnung kostet dich 200 bis 400 €, dazu kommen mindestens zwei volle Arbeitstage plus Vorbereitung und Ausbesserungen. Der Profi kostet 2.000 bis 3.200 €, liefert dafür gleichmäßige Deckung, saubere Kanten und Gewährleistung. Bei streichfertigen Wänden und Weiß auf Weiß ist Selbermachen gut machbar. Bei Altbau, Spachtelbedarf oder dem Überstreichen dunkler Farben rechnet sich der Maler, weil misslungene Anstriche komplett wiederholt werden müssen.

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Frederic Brandenstein

Geschrieben von Frederic Brandenstein

Staff Writer

Frederic bereichert Listando als Copywriter mit seiner Expertise in Preisfragen und schreibt begeistert über Themen wie Auto, Garten & Handwerk sowie Haus & Bau. Mit einem fundierten juristischen Hintergrund ist er auch ein Ass in Sachen Gesetze. In seiner Freizeit erkundet Frederic gerne die Natur, um neue Inspiration für seine informativen Artikel zu sammeln.