Gartengestaltung: Kosten 2026 pro m² und Projekt

Aktuelle Preise, konkrete Kostenfaktoren und praktische Rechenbeispiele für Gärtner im Überblick.

Frederic Brandenstein

Geschrieben von Frederic Brandenstein

Staff Writer

Aktualisiert 12. Aug. 2026

Gartengestaltung Kosten 2026 auf einen Blick
  • Preis pro m²: Als grobe Marktorientierung kostet eine Gartengestaltung 30 bis 120 € pro m². Aufwendige Anlagen mit Naturstein, Mauern, Bewässerung oder Beleuchtung können 120 bis 250 € pro m² und mehr erreichen.

  • Gesamtkosten: Für einen 200-m²-Garten ergeben die Richtwerte 6.000 bis 12.000 € bei einfacher und 12.000 bis 24.000 € bei mittlerer Ausstattung. Das konkrete Angebot richtet sich nach Fläche und Leistungsumfang.

  • Sparen: Eigenleistung bei geeigneten Pflanzarbeiten, eine Umsetzung in Etappen und gegebenenfalls die Steuerermäßigung nach § 35a EStG können das Budget entlasten. Für Neubaumaßnahmen und geförderte Arbeiten gelten Einschränkungen.

Als grobe Orientierung kostet eine professionelle Gartengestaltung 30 bis 120 € pro m². Aufwendige Anlagen mit Naturstein, Mauern, Bewässerung oder Beleuchtung können 120 bis 250 € pro m² und mehr erreichen. Für einen 200-m²-Garten ergeben die Richtwerte bei mittlerer Ausstattung 12.000 bis 24.000 €. Die folgenden Preisbausteine und drei Rechenbeispiele helfen dir, ein individuelles Angebot einzuordnen.

Was kostet eine Gartengestaltung pro m²?

Die Kosten richten sich nach Fläche, Bestand, Boden, Zugang, Material und Ausstattungsniveau. Für eine einfache Anlage mit Rasen, schlichten Wegen und robuster Bepflanzung dienen 30 bis 60 € pro m² als Orientierung. Eine mittlere Ausstattung mit Terrasse, Wegen, Sichtschutz und Rollrasen liegt grob bei 60 bis 120 € pro m². Naturstein, Mauern, Bewässerung, Beleuchtung oder Wasserelemente können den Ansatz auf 120 bis 250 € pro m² und mehr erhöhen. Die Werte sind Brutto-Richtwerte für Verbraucher. Welche Leistungen, Materialien und Nebenkosten enthalten sind, muss das konkrete Angebot ausweisen.

Gartengestaltung: Kosten pro m² nach Ausstattung

Die folgende Tabelle ordnet typische Leistungsumfänge grob ein. Sie ersetzt weder eine Ortsbesichtigung noch ein aufgemessenes Angebot.

AusstattungsniveauPreis pro m²Typische Leistungen

Einfach

30–60 €

Rasen säen, Wege aus Betonplatten, robuste Stauden und Hecken

Standard

60–120 €

Terrasse, Pflasterwege, Sichtschutz, Rollrasen, geplante Bepflanzung

Gehoben

120–250 € und mehr

Naturstein, Mauern, Beleuchtung, Bewässerung, Wasserelement

Nach dem Tarifabschluss des Bundesverbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau stiegen die Tariflöhne zum 1. Juli 2026 um 3,3 %. Das kann sich in neuen Angeboten besonders bei arbeitsintensiven Gewerken bemerkbar machen, bestimmt den Endpreis aber nicht allein.

Rechenbeispiel: Das kostet ein 200-m²-Garten

Aus den m²-Richtwerten ergeben sich für einen 200-m²-Garten rechnerisch 6.000 bis 12.000 € bei einfacher, 12.000 bis 24.000 € bei mittlerer und 24.000 bis 50.000 € bei gehobener Ausstattung. Die Tabelle überträgt dieselben Spannen auf weitere Gartengrößen.

GartengrößeEinfachStandardGehoben

100 m²

3.000–6.000 €

6.000–12.000 €

12.000–25.000 €

200 m²

6.000–12.000 €

12.000–24.000 €

24.000–50.000 €

400 m²

12.000–24.000 €

24.000–48.000 €

48.000–100.000 € und mehr

Bei größeren Flächen können sich Anfahrt, Baustelleneinrichtung und Maschinentransport auf mehr Quadratmeter verteilen. Ob der m²-Preis tatsächlich sinkt, hängt jedoch vom Entwurf, den Mengen und den Fixkosten des Angebots ab.

Kosten nach Gewerk: Planung, Erdarbeiten, Wege, Rasen und Bepflanzung

Je nach Entwurf enthält ein Gartenprojekt unterschiedliche Leistungspositionen. Die Übersicht nennt häufige Gewerke und grobe Preisorientierungen.

PositionPreisEinheit

Gartenplanung und Entwurf

400–2.000 €

pauschal

Landschaftsarchitekt (HOAI)

individuell nach Leistungsumfang

HOAI-Orientierung nach Kosten, Zone und Phasen

Erdarbeiten und Bodenmodellierung

50–100 € plus Maschinen

pro Stunde

Gartenweg pflastern

50–120 €

pro m²

Terrasse pflastern

55–170 €

pro m²

Rasen säen

günstigste Rasenvariante

pro m²

Rollrasen inklusive Verlegung

10–20 €

pro m²

Beet- und Staudenpflanzung

60–120 €

pro m²

Holzzaun (Materialpreis)

ab etwa 10–20 €

pro laufendem Meter, Material

Kunststoffzaun

60–160 €

pro laufendem Meter, Material

Metallzaun

140–200 €

pro laufendem Meter, Material

Beleuchtung und automatische Bewässerung

individuell, häufig ab 2.500 €

pro Projekt

Gartenplanung und Entwurf

Für einen eigenständigen Gartenentwurf werden als Marktorientierung häufig 400 bis 2.000 € pauschal angeboten. Bei Landschaftsarchitekten ist ein pauschaler Prozentsatz der Bausumme dagegen keine verlässliche HOAI-Berechnung. Die HOAI für Freianlagen verwendet als Orientierungsgrößen unter anderem anrechenbare Kosten, Honorarzone und beauftragte Leistungsphasen. Vereinbare Planungsumfang und Honorar in Textform und kläre, ob ein ausführender Betrieb Planungskosten bei Beauftragung anrechnet.

Erdarbeiten und Bodenvorbereitung

Für Erd- und Bodenarbeiten werden häufig 50 bis 100 € pro Arbeitsstunde zuzüglich Maschinen, Material und Entsorgung kalkuliert. Bodenaustausch, Abfuhr und schwerer Zugang können den Aufwand erhöhen. Lass Bodenaufbau, Aushubmenge, Entsorgungsweg und Maschinenkosten getrennt ausweisen.

Wege, Terrasse und Pflasterflächen

Ein gepflasterter Gartenweg kostet als Orientierung 50 bis 120 € pro m², ein 12-m²-Weg damit rechnerisch 600 bis 1.440 €. Für Terrassen dienen 55 bis 170 € pro m² inklusive Material und Unterbau als grober Korridor. Prüfe ausdrücklich, ob Aushub, Frostschutz, Randeinfassung und Entsorgung enthalten sind. Weitere Preisbausteine erklärt der Ratgeber zu den Kosten für den Terrassenbau .

Rasen und Bepflanzung

Für Rollrasen inklusive Verlegung dienen 10 bis 20 € pro m² als Orientierung. Saatrasen ist beim Material meist günstiger, benötigt aber Vorbereitung, Pflege und Entwicklungszeit. Der Ratgeber zum Rasen erneuern vergleicht die Varianten. Für vorbereitete Staudenbeete können 60 bis 120 € pro m² angesetzt werden. Pflanzdichte, Topfgröße, Artenwahl, Bodenaustausch und Pflege bis zur Abnahme müssen im Pflanzplan und Angebot zusammenpassen.

Zaun, Sichtschutz und Ausstattung

Bei Zäunen sind Materialpreis, Pfosten, Fundamente, Tore und Montage getrennt zu betrachten. Die Tabellenwerte sind deshalb nur Materialorientierungen pro laufendem Meter. Mauern, Beleuchtung und automatische Bewässerung werden nach Bauweise, Leitungswegen und Ausstattung kalkuliert. Arbeiten an der festen Elektroanlage gehören in ein entsprechend qualifiziertes Installationsunternehmen.

Kostenbeispiele: Drei Gärten komplett durchgerechnet

Die folgenden drei Modellrechnungen zeigen mögliche Angebotskorridore für einen Reihenhausgarten, einen Neubaugarten und die Teilumgestaltung eines Bestands. Sie sind keine Festpreise.

Beispiel 1: Reihenhausgarten mit 100 m² neu anlegen

Das Modell umfasst Saatrasen, einen Pflasterweg, eine Hecke und ein Staudenbeet auf insgesamt 100 m².

PositionKosten

Boden vorbereiten und modellieren

1.200–1.500 €

Rasen säen (70 m²)

500–900 €

Pflasterweg (10 m²)

500–1.200 €

Hecke pflanzen (10 lfm)

800–1.500 €

Staudenbeet (10 m²)

600–1.200 €

Entsorgung und Feinarbeiten

400–700 €

Gesamt

4.000–7.000 €

Beispiel 2: Neubaugarten mit 300 m² komplett gestalten

Im Modell für den 300-m²-Neubaugarten werden Bodenaufbau, Terrasse, Wege, Zaun, Rollrasen, Beete, Gehölze, Beleuchtung und Bewässerung neu hergestellt.

PositionKosten

Planung und Entwurf

1.000–2.000 €

Erdarbeiten und Bodenaufbau

5.000–8.000 €

Terrasse pflastern (30 m²)

2.500–5.000 €

Pflasterwege (20 m²)

1.500–2.400 €

Rollrasen (180 m²)

2.500–4.000 €

Staudenbeete (40 m²)

3.000–4.800 €

Hecken und Gehölze

3.000–4.500 €

Zaun (50 lfm)

3.500–5.000 €

Beleuchtung und Bewässerung

3.000–4.000 €

Gesamt

25.000–40.000 €

Beispiel 3: Bestandsgarten mit 200 m² umgestalten

Bei einer Umgestaltung können intakte Bäume, Hecken und Beläge erhalten bleiben. Dann sind 30 bis 100 € pro bearbeitetem Quadratmeter als Orientierung möglich. Rodung, Entsorgung, Bodenschäden oder der Rückbau alter Flächen können den Aufwand jedoch auch über eine einfache Neuanlage heben. Der Ratgeber zum Herrichten eines verwilderten Gartens erklärt diese Vorarbeiten. Das folgende Beispiel setzt neue Teilflächen für Rasen, Beete und Sichtschutz an.

PositionKosten

Rodung, Rückschnitt und Entsorgung

1.000–3.500 €

Teilfläche neu pflastern (20 m²)

1.000–2.400 €

Rasen erneuern (80 m²)

800–2.500 €

Neue Staudenbeete (30 m²)

1.800–3.600 €

Sichtschutz und Zaunreparatur

1.000–5.000 €

Bodenverbesserung und Feinarbeiten

400–3.000 €

Gesamt

6.000–20.000 €

Diese Faktoren entscheiden über den Preis deiner Gartengestaltung

Fünf Faktoren beeinflussen den Endpreis besonders: Gelände, Zugang, Material, Region und die Größe der bearbeiteten Fläche.

PreisfaktorAuswirkung auf die Kosten

Hanglage

zusätzliche Erd-, Entwässerungs- und Stützarbeiten

Stützmauer aus Betonfertigteilen

150–300 € pro m² Mauerfläche

Stützmauer aus Naturstein, handgesetzt

250–500 € pro m² Mauerfläche

Schlechter Maschinenzugang

mehr Handtransport und Arbeitszeit

Naturstein statt Betonpflaster

Material und Verlegung häufig teurer

Region, Anfahrt und Entsorgung

Gesamtangebot kann regional variieren

Hanglage, Entwässerung und Stützkonstruktionen

Ein Hanggrundstück kann zusätzliche Erdarbeiten, Entwässerung, Terrassierung, Treppen und Stützkonstruktionen erfordern. Dadurch steigt der Preis teils erheblich, eine allgemeingültige Prozentzahl gibt es aber nicht. Für Stützmauern dienen je nach System grob 150 bis 300 € pro m² Mauerfläche bei Betonfertigteilen und 250 bis 500 € bei handgesetztem Naturstein als Orientierung. Statik, Gründung, Entwässerung und Zugänglichkeit können den Betrag verändern.

Zugänglichkeit und Maschineneinsatz

Ein ausreichender Maschinenzugang kann Erdarbeiten beschleunigen. Bei schmalen Zugängen oder Wegen durch das Haus müssen Material und Aushub häufiger von Hand bewegt werden. Vergleiche deshalb nicht nur den Stundensatz, sondern auch angesetzte Stunden, Maschinen, Transportwege und Schutzmaßnahmen im Gebäude.

Materialwahl: Betonstein, Klinker oder Naturstein

Bei Terrasse und Wegen beeinflussen Material, Format, Verlegemuster und Unterbau den Preis. Betonpflaster liegt häufig am unteren Ende der Spanne von 55 bis 170 € pro m², Naturstein eher am oberen. Ein pauschales Verdoppeln lässt sich daraus nicht ableiten. Vergleiche Angebote mit derselben Fläche, demselben Aufbau und derselben Materialqualität.

Region, Anfahrt und Entsorgung

Regionale Löhne, Auslastung, Fahrzeiten und Entsorgungsgebühren können Angebote verändern. Ein Betrieb aus dem Umland ist nicht automatisch günstiger, weil zusätzliche Anfahrten und Transporte den Gesamtpreis erhöhen können. Aussagekräftig ist der Gesamtpreis für denselben Leistungsumfang.

Gartengröße und Fixkosten pro m²

Baustelleneinrichtung, Maschinentransport und Anfahrt fallen auch bei kleinen Flächen an. Bei größeren, gleichartig bearbeiteten Flächen können sich diese Fixkosten besser verteilen. Komplexe Ausstattung oder viele Teilflächen können diesen Skaleneffekt wieder aufheben.

Gartengestaltung im Neubau: Damit musst du rechnen

Früher Budgetansatz für Außenanlagen

Für eine sehr frühe Neubauplanung wird teils mit 12 bis 18 % der Hausbausumme für komplette Außenanlagen einschließlich Zufahrt, Wege, Terrasse und Einfriedung gerechnet. Das ist eine informelle Faustformel, keine HOAI-Vorgabe und keine Kostenprognose. Die Tabelle zeigt nur die Arithmetik. Verlässlicher ist eine Mengen- und Leistungsplanung für das konkrete Grundstück.

HausbausummeRechenwert bei 12–18 % (keine Kostenprognose)

200.000 €

24.000–36.000 €

300.000 €

36.000–54.000 €

400.000 €

48.000–72.000 €

Zusätzliche Kostenfaktoren beim Neubaugarten

Auf Neubaugrundstücken können verdichteter Boden, fehlender Mutterboden, Bauschuttreste und eine noch erforderliche Geländemodellierung zusätzliche Kosten verursachen. Ob der Garten deshalb am oberen Ende der Spanne liegt, hängt vom tatsächlichen Bodenzustand und vom geplanten Leistungsumfang ab.

Sinnvolle Reihenfolge: Erst Flächen, dann Pflanzen

Im Neubau werden üblicherweise zuerst Gelände und Leitungswege geplant, danach befestigte Flächen hergestellt und zum Schluss Rasen und Pflanzung angelegt. So lassen sich Schäden an bereits fertigen Beeten vermeiden. Welche Pflanzarbeiten du verschieben kannst, sollte der Gesamtplan berücksichtigen.

So senkst du die Kosten deiner Gartengestaltung

Kosten lassen sich vor allem durch einen klaren Leistungsumfang, geeignete Eigenleistungen, eine Etappenplanung und vergleichbare Materialien steuern.

SparhebelMöglicher Effekt

Rasen selbst säen statt Rollrasen legen lassen

abhängig von Fläche, Bodenvorbereitung und Angebot

Pflanzung in Eigenleistung

weniger berechnete Arbeitszeit, Nebenkosten bleiben möglich

Kiesweg statt Pflasterweg

häufig günstiger, abhängig von Unterbau und Pflege

Junge Gehölze statt Solitärpflanzen

geringerer Kaufpreis, Entwicklung standortabhängig

Planung und Ausführung aus einer Hand

Anrechnung hängt vom Vertrag ab

Steuerbonus nach § 35a EStG

20 % begünstigter Arbeits-, Maschinen- und Fahrtkosten, max. 1.200 €

Eigenleistung: Was du selbst übernehmen kannst

Saatrasen, Mulchen und einfache Pflanzarbeiten kannst du nach Anleitung selbst übernehmen, wenn du Werkzeug, Zeit und körperliche Belastung realistisch einschätzt. Die Ersparnis entspricht nicht automatisch dem vollen betrieblichen Stundensatz, weil Planung, Anfahrt, Geräte und Entsorgung bleiben können. Erdarbeiten, tragende Stützkonstruktionen und der Pflasterunterbau brauchen Fachkenntnis. Änderungen an der festen Elektroanlage dürfen nach § 13 NAV nur der Netzbetreiber oder ein in dessen Installateurverzeichnis eingetragenes Unternehmen ausführen.

In Etappen bauen statt alles auf einmal

Eine Umsetzung in Etappen verteilt die Ausgaben. Beispielsweise können zuerst Gelände, Leitungswege und befestigte Flächen, später Einfriedung und Pflanzung folgen. Eine Gesamtplanung verhindert, dass spätere Arbeiten fertige Bereiche wieder öffnen. Ob ein Betrieb außerhalb der Frühjahrsspitze günstiger anbietet, musst du konkret erfragen.

Materialalternativen vergleichen

Wassergebundene Wegedecken oder Kies können günstiger sein als Pflaster, benötigen aber ebenfalls einen geeigneten Unterbau und laufende Pflege. Betonpflaster in Natursteinoptik kann den Materialpreis gegenüber echtem Naturstein senken. Jüngere Gehölze kosten meist weniger als große Solitärpflanzen. Wie schnell sie sich entwickeln, hängt von Art, Standort und Pflege ab.

Steuerermäßigung nach § 35a EStG prüfen

Für begünstigte Handwerkerleistungen im bestehenden Haushalt ermäßigt § 35a EStG die tarifliche Einkommensteuer um 20 % der begünstigten Aufwendungen, höchstens um 1.200 € pro Jahr. Nach den Hinweisen des Bundesfinanzministeriums können ausgewiesene Arbeits-, Maschinen- und Fahrtkosten einschließlich der darauf entfallenden Umsatzsteuer zählen. Material ist grundsätzlich ausgeschlossen. Du brauchst eine Rechnung und eine unbare Zahlung. Arbeiten im Rahmen einer Neubaumaßnahme bis zur Fertigstellung sowie dieselbe öffentlich geförderte Maßnahme sind nicht begünstigt. Bei 6.000 € begünstigten Kosten ergeben 20 % rechnerisch den Höchstbetrag von 1.200 €.

Gärtner beauftragen: So läuft dein Gartenprojekt ab

Für eine Umsetzung im Frühjahr kann eine Anfrage im Herbst oder Winter mehr Vorlauf für Aufmaß und Entwurf schaffen. Kapazitäten und mögliche Preisunterschiede sind jedoch betriebsabhängig. Lass dir einen realistischen Starttermin nennen.

Vom Erstgespräch zum fertigen Garten

  • 1. Erstgespräch vor Ort: Der Betrieb prüft Fläche, Boden und Zugänge und klärt Wünsche und Budget.
  • 2. Entwurf: Du bekommst einen Plan mit Flächenaufteilung, Materialien und Pflanzkonzept.
  • 3. Angebot: Die beauftragten Gewerke, Mengen, Materialien, Entsorgung und Nebenkosten werden nachvollziehbar aufgeführt.
  • 4. Erdarbeiten: Das Gelände wird modelliert und der Boden vorbereitet. Leitungswege für Wasser und Strom werden mit den zuständigen Fachbetrieben abgestimmt.
  • 5. Flächenbau: Terrasse, Wege, Mauern und Zaun entstehen zuerst.
  • 6. Pflanzung: Rasen, Hecken, Gehölze und Stauden kommen zum Schluss in den Boden.

Auf Listando vergleichst du Profile, Bewertungen und Referenzprojekte von Gärtnern aus deiner Region und kannst mehrere Angebote anfragen. Vergleiche dabei Aushub, Unterbau, Entsorgung, Anfahrt, Mengen und Materialqualität auf derselben Grundlage.

Woran du ein gutes Angebot erkennst

  • Einzelpositionen statt Pauschalzeile: Aushub, Unterbau, Material, Arbeitszeit und Entsorgung stehen getrennt im Angebot.
  • Ausgewiesener Kostenanteil: Für die Steuerermäßigung müssen begünstigte Arbeits-, Maschinen- und Fahrtkosten aus der Rechnung hervorgehen.
  • Klare Mengenangaben: m² für Flächen, laufende Meter für Zäune und Hecken, Stückzahlen für Gehölze.
  • Plausibler Zeitplan: Das Angebot nennt einen geplanten Start, eine voraussichtliche Dauer, wetterabhängige Leistungen und einen Ansprechpartner.

Häufige Fragen zu den Kosten der Gartengestaltung

  • Was kostet die Gartengestaltung bei 100 m²?

    Aus den Richtwerten ergeben sich für 100 m² rechnerisch 3.000 bis 6.000 € bei einfacher, 6.000 bis 12.000 € bei mittlerer und ab 12.000 € bei gehobener Ausstattung. Bei sehr aufwendigen Materialien sind 25.000 € und mehr möglich. Fixkosten und kleine, komplexe Teilflächen können den m²-Preis erhöhen.

  • Was kostet ein Gartenplaner oder Landschaftsarchitekt?

    Für einen eigenständigen Gartenentwurf dienen 400 bis 2.000 € als Marktorientierung. Ein Landschaftsarchitekt wird nicht pauschal mit 10 bis 15 % der Bausumme berechnet. Die HOAI-Orientierungswerte für Freianlagen richten sich unter anderem nach anrechenbaren Kosten, Honorarzone und beauftragten Leistungsphasen. Lass dir Umfang und Honorar schriftlich aufschlüsseln.

  • Wie lange dauert eine komplette Gartengestaltung?

    Eine kleine Neuanlage kann je nach Umfang ein bis zwei Wochen dauern. Erdarbeiten, Mauern, befestigte Flächen, Lieferzeiten und Witterung können größere Projekte auf mehrere Wochen verlängern. Hinzu kommen Planung, Angebot und Terminvorlauf. Maßgeblich ist der projektbezogene Ablaufplan des Betriebs.

  • Kann ich die Kosten der Gartengestaltung von der Steuer absetzen?

    Für begünstigte Handwerkerleistungen im bestehenden Haushalt sind nach § 35a EStG 20 % der ausgewiesenen Arbeits-, Maschinen- und Fahrtkosten bis höchstens 1.200 € pro Jahr möglich. Materialkosten zählen grundsätzlich nicht. Rechnung und unbare Zahlung sind erforderlich. Arbeiten im Rahmen einer Neubaumaßnahme bis zur Fertigstellung oder dieselbe öffentlich geförderte Maßnahme sind ausgeschlossen.

Weiterlesen

So ermittelt Listando seine Kostendaten

Von der Planung von Events bis zur Buchung von Dienstleistungen rund ums Zuhause hilft Listando Zehntausenden von Menschen dabei, die passenden Profis für ihre Projekte zu finden. Damit unsere Leser fundierte Entscheidungen treffen können, veröffentlichen wir Kostenartikel mit sorgfältig recherchierten Preisinformationen und klaren redaktionellen Standards.

Unsere Kostendaten basieren auf umfassender Recherche zu realen Preisen für Dienstleistungen. Dafür prüfen wir Angebote, Informationen von Dienstleistern, Marktdaten, öffentlich verfügbare Preisangaben sowie Einschätzungen erfahrener Profis aus verschiedenen Branchen. Da Preise je nach Standort, Projektumfang, Material, Zeitpunkt und individuellen Anforderungen variieren können, sollen unsere Artikel realistische Preisspannen vermitteln - nicht ein verbindliches Festpreisangebot.

Wir überprüfen und aktualisieren unsere Kostenartikel regelmäßig, damit die Informationen für Menschen, die Dienstleistungen auf Listando.com vergleichen, relevant und hilfreich bleiben.

Möchtest du uns helfen, unsere Kostendaten zu verbessern? Sende uns ein aktuelles Angebot oder eine Rechnung zu deinem Projekt an [email protected]. Angebote und persönliche Informationen werden nicht öffentlich geteilt.

Mehr über unseren Mitwirkenden erfahren
Frederic Brandenstein

Geschrieben von Frederic Brandenstein

Staff Writer

Frederic bereichert Listando als Copywriter mit seiner Expertise in Preisfragen und schreibt begeistert über Themen wie Auto, Garten & Handwerk sowie Haus & Bau. Mit einem fundierten juristischen Hintergrund ist er auch ein Ass in Sachen Gesetze. In seiner Freizeit erkundet Frederic gerne die Natur, um neue Inspiration für seine informativen Artikel zu sammeln.