FI-Schalter nachrüsten: Kosten 2026 für Material und Elektriker

Aktuelle Preise, konkrete Kostenfaktoren und praktische Rechenbeispiele für Elektriker im Überblick.

Frederic Brandenstein

Geschrieben von Frederic Brandenstein

Staff Writer

Aktualisiert 12. Aug. 2026

FI-Schalter nachrüsten: Kosten 2026 auf einen Blick
  • Als grobe Preisorientierung kostet die Nachrüstung eines einzelnen Typ-A-RCD bei freiem Verteilerplatz meist 150 bis 350 € inklusive Gerät, Einbau, Anfahrt und Prüfung. Der konkrete Preis hängt von Anlage und Angebot ab.

  • Für mehrere RCD-Gruppen in einem Einfamilienhaus dienen 400 bis 800 € als grobe Orientierung. Eine umfassende Erneuerung oder Neubestückung des Verteilers kann etwa 800 bis 2.500 € kosten.

  • Bei älteren zweiadrigen Stromkreisen muss der Fachbetrieb Netzform und Schutzmaßnahme prüfen. Ein RCD allein ersetzt keinen fehlenden oder kombinierten Schutzleiter. Für eine Leitungsmodernisierung können grob 50 bis 100 € pro m² Wohnfläche anfallen.

Ein Fehlerstrom-Schutzschalter, kurz RCD oder umgangssprachlich FI, kostet als Gerät grob 20 bis 80 €. Er erkennt Differenzströme und schaltet den betroffenen Stromkreis bei einem Fehler ab. Für die fachgerechte Nachrüstung eines einzelnen RCD zahlst du als Marktorientierung 150 bis 350 €. Mehrere RCD-Gruppen in einem Einfamilienhaus liegen grob bei 400 bis 800 €. Eine umfassende Erneuerung oder Neubestückung des Verteilers kann etwa 800 bis 2.500 € kosten. Dieser Ratgeber ordnet Geräte, Arbeitszeit, Prüfung und Besonderheiten älterer Anlagen ein.

Was kostet es, einen FI-Schalter nachrüsten zu lassen?

Ein einzelner RCD kostet mit Gerät, Einbau, Anfahrt und Prüfung als grobe Orientierung 150 bis 350 €, wenn im Verteiler ausreichend Platz ist und die vorhandene Schutzmaßnahme geeignet ist. Für mehrere RCD-Gruppen im Einfamilienhaus sind etwa 400 bis 800 € möglich. Eine umfassende Erneuerung oder Neubestückung des Verteilers liegt grob bei 800 bis 2.500 €. Bei älteren zweiadrigen Stromkreisen muss ein Fachbetrieb zuerst Netzform, Leitungszustand und Schutzmaßnahme prüfen. Werden Leitungen erneuert, können zusätzlich etwa 50 bis 100 € pro m² Wohnfläche anfallen. Alle Werte sind unverbindliche Marktspannen und ersetzen kein geprüftes Angebot.

Ein RCD vergleicht die Ströme in den aktiven Leitern eines Stromkreises. Entsteht eine Differenz, weil Strom über einen unerwünschten Pfad abfließt, schaltet das Gerät bei Erreichen seiner Auslösebedingungen ab. Ein RCD mit einem Bemessungsdifferenzstrom von höchstens 30 mA dient als zusätzlicher Schutz gegen elektrischen Schlag. Leitungsschutzschalter schützen vor Überlast und Kurzschluss. Beide Schutzgeräte erfüllen unterschiedliche Aufgaben und ersetzen weder einen fachgerecht ausgeführten Schutzleiter noch die Prüfung der gesamten Schutzmaßnahme.

SzenarioKostenEnthalten

Einzelner FI bei freiem Verteilerplatz

150–350 €

Gerät (Typ A), Einbau, Anfahrt, Messung mit Protokoll

Zwei bis vier FI-Gruppen im Einfamilienhaus

400–800 €

Geräte, Umverdrahtung im Verteiler, Prüfung

Verteiler komplett neu bestücken

800–2.500 €

Neuer Kasten, mehrere FI, komplette Verdrahtung, Dokumentation

Leitungsmodernisierung in älteren Stromkreisen

50–100 € pro m² Wohnfläche

Neue oder erneuerte Leitungen, Schutzmaßnahme und Verteilerarbeiten nach Befund

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Diese Faktoren bestimmen den Preis der FI-Nachrüstung

Die Kosten hängen vor allem von Arbeitszeit, Platz im Verteiler, Anzahl und Aufteilung der Stromkreise sowie Zustand und Netzform der bestehenden Anlage ab. Die folgenden Werte dienen als Orientierung für übliche Angebote.

Arbeitszeit und Stundensatz des Elektrikers

Als Marktorientierung werden für Verteilerarbeiten häufig 60 bis 90 € pro Stunde und 30 bis 70 € für die Anfahrt angesetzt. Bei freiem Platz kann der Einbau eines einzelnen RCD etwa 0,5 bis 1 Stunde dauern. Müssen Stromkreise neu zugeordnet oder Verdrahtungen angepasst werden, kann der Aufwand je Gerät etwa 1,5 bis 2,5 Stunden betragen. Abgerechnet wird nach dem konkreten Angebot und dem Zustand der Anlage.

Platz im Sicherungskasten und Anzahl der Stromkreise

Je nach Bauform und Polzahl benötigt ein RCD mehrere Teilungseinheiten auf der Hutschiene. Reicht der vorhandene Platz nicht, können ein größerer Verteiler oder eine geeignete Erweiterung nötig werden. Dafür dienen 300 bis 800 € als grobe Zusatzorientierung. Eine weitere RCD-Gruppe kann einschließlich Gerät und Verdrahtung etwa 150 bis 250 € zusätzlich kosten. Ob Arbeiten außerhalb des Verteilers nötig sind, entscheidet die Prüfung der Leitungen und der vorhandenen Schutzmaßnahme.

Messung, Prüfung und Dokumentation

Nach der Änderung prüft der Fachbetrieb die Wirksamkeit der Schutzmaßnahmen. Je nach Anlage gehören dazu die RCD-Auslöseprüfung, die Durchgängigkeit von Schutzleitern, die Isolationsmessung und weitere Messungen. Lass Prüfung und Dokumentation im Angebot ausdrücklich aufführen. Nach § 13 NAV dürfen Errichtung, Erweiterung und Änderung der elektrischen Anlage außer durch den Netzbetreiber nur von einem in ein Installateurverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragenen Installationsunternehmen ausgeführt werden.

KostenfaktorAuswirkung auf den Preis

Stundensatz Elektriker

60–90 € pro Stunde plus 30–70 € Anfahrt

Einbauzeit pro FI

0,5–1 h bei freiem Platz, 1,5–2,5 h mit Umverdrahtung

Fehlender Verteilerplatz

+300–800 € für neuen Verteiler oder Aufputzkasten

Jede weitere FI-Gruppe

+150–250 € für Gerät und Verdrahtung

Messung und Prüfprotokoll

Im Angebot separat oder als Teil der Montage ausweisen

Was kostet ein FI-Schutzschalter als Gerät?

Der Gerätepreis ist nur ein Teil der Rechnung. Bauform, Polzahl, Bemessungsstrom und RCD-Typ müssen zur Anlage und zu den angeschlossenen Betriebsmitteln passen.

FI-Typ A, F und B im Preisvergleich

Typ A ist in vielen Haushaltsstromkreisen üblich und kostet als Marktorientierung etwa 20 bis 80 €. Typ F kann bei bestimmten einphasigen Betriebsmitteln mit Frequenzumrichter erforderlich sein. Die DKE-Normbeschreibung zu Typ F und B weist darauf hin, dass Typ F nicht für mögliche glatte Gleichfehlerströme vorgesehen ist. Ob Typ B oder eine andere Schutzlösung nötig ist, richtet sich nach dem angeschlossenen System und den Herstellerangaben. Für Ladepunkte nennt die DKE-Wallbox-FAQ beispielsweise Typ B oder Typ A beziehungsweise Typ F zusammen mit einer geeigneten Gleichfehlerstrom-Überwachung. Die Auswahl übernimmt der Fachbetrieb. Weitere Projektkosten findest du im Ratgeber zur Wallbox-Installation .

FI/LS-Kombischalter: Preis pro Stromkreis

Ein FI/LS-Kombischalter vereint Fehlerstromschutz und Leitungsschutz in einem Gerät und kostet als Marktorientierung etwa 30 bis 80 € pro Stromkreis. Bei einer Auslösung bleibt der Fehler auf den zugeordneten Stromkreis begrenzt. Da für jeden geschützten Stromkreis ein eigenes Gerät benötigt wird, können zehn Geräte allein beim Material 300 bis 800 € kosten. Ob Gruppen-RCDs, FI/LS-Schalter oder eine Kombination sinnvoll sind, legt der Fachbetrieb anhand von Anlagenaufteilung, Verfügbarkeit und angeschlossenen Verbrauchern fest.

TypEinsatzGerätepreis

Typ A (30 mA)

Häufig in Haushaltsstromkreisen, sofern Betriebsmittel und Anlage dazu passen

20–80 €

Typ F

Bestimmte einphasige Stromkreise mit Frequenzumrichter, wenn die Auswahl dies erfordert

60–150 €

Typ B (allstromsensitiv)

Anwendungen mit möglichen glatten Gleichfehlerströmen nach System- und Herstelleranforderung

150–300 €

FI/LS-Kombischalter

Schutz eines einzelnen Stromkreises mit hoher Verfügbarkeit

30–80 € pro Stück

FI-Schalter nachrüsten im Altbau: Kosten bei zweiadriger Leitung

In älteren Gebäuden können noch zweiadrige Stromkreise mit kombiniertem Schutz- und Neutralleiter vorhanden sein. Dann muss der Fachbetrieb Netzform, Leitungsführung und vorhandene Schutzmaßnahme erfassen, bevor er eine RCD-Lösung plant. Der Umfang kann von einer lokalen Schutzlösung bis zur Erneuerung betroffener Leitungen reichen.

Was bei klassischer Nullung und zweiadrigen Stromkreisen zu prüfen ist

Ein RCD allein ersetzt keinen Schutzleiter und darf nicht so eingesetzt werden, dass ein PEN-Leiter unzulässig geschaltet oder getrennt wird. Gleichzeitig ist die Aussage, ein RCD könne in jeder zweiadrigen Bestandsanlage grundsätzlich nicht eingesetzt werden, zu pauschal. Die DKE-Hinweise zu DIN VDE 0100-410 nennen für bestehende TN-C-Stromkreise beispielsweise RCD-Steckdoseneinheiten als mögliche lokale Nachrüstung. Welche Lösung zulässig und sinnvoll ist, muss eine Elektrofachkraft nach Prüfung der konkreten Anlage entscheiden. Bei beschädigten, ungeeigneten oder insgesamt veralteten Leitungen ist eine Leitungsmodernisierung die belastbarere Lösung.

Teil-Umrüstung oder komplette Modernisierung: Kosten im Vergleich

Eine Bestandsaufnahme mit Messungen kann, wenn sie separat angeboten wird, grob 100 bis 200 € kosten. Danach legt der Fachbetrieb fest, ob einzelne Bereiche erneuert, lokale RCD-Lösungen eingesetzt oder Leitungen umfassender modernisiert werden. Für die Neuverkabelung eines einzelnen Raums dienen 500 bis 1.500 € als grobe Orientierung. Eine umfassende Leitungsmodernisierung kann etwa 50 bis 100 € pro m² Wohnfläche kosten. Bei einem Einfamilienhaus kann die komplette Erneuerung der Elektrik 8.000 € deutlich überschreiten. Die tatsächliche Summe hängt von Leitungswegen, Oberflächen, Verteiler, Ausstattung und Gebäudegröße ab. Details zeigt der Ratgeber Elektrik komplett erneuern .

MaßnahmeKostenWann sinnvoll

Bestandsaufnahme und Messungen, falls separat angeboten

100–200 €

Zur Klärung von Netzform, Leitungszustand und Schutzmaßnahme

Bad oder Küche neu verkabeln plus FI

500–1.500 € je Raum

Wenn zunächst einzelne Bereiche erneuert werden sollen

Verkabelung komplett modernisieren

50–100 € pro m² Wohnfläche

Bei durchgehend zweiadriger Installation

Elektrik im Einfamilienhaus komplett erneuern

ab 8.000 €

Wenn Leitungen, Verteiler und Dosen insgesamt veraltet sind

Kostenbeispiele: drei typische Nachrüstungen durchgerechnet

Die folgenden Modellrechnungen zeigen, wie sich Material, Arbeitszeit, Anfahrt und Prüfung addieren können. Es sind Rechenbeispiele, keine Festpreise.

Beispiel 1: Ein FI in der modernen Wohnung

Eine Etagenwohnung mit Installation aus den 2000er-Jahren bekommt einen Typ-A-FI für alle Steckdosenkreise. Im Verteiler ist Platz, der Schutzleiter liegt überall. Das Gerät kostet 45 €, der Elektriker arbeitet 1,5 Stunden zu 80 €, dazu kommen 40 € Anfahrt und 60 € für Messung und Protokoll. Gesamt: 265 €.

Beispiel 2: Drei FI-Gruppen im Einfamilienhaus

Ein Haus von 1995 erhält in diesem Rechenbeispiel drei RCD-Gruppen für unterschiedliche Anlagenbereiche. Drei Typ-A-Geräte kosten zusammen 140 €. Für 5,5 Stunden Arbeit zu 75 € werden gerundet 410 € angesetzt, hinzu kommen 40 € Anfahrt und 60 € für die Prüfung. Die Modellrechnung ergibt insgesamt 650 €.

Beispiel 3: Verteiler komplett neu bestücken

In diesem Rechenbeispiel erhält ein Reihenhaus mit vollem, veraltetem Sicherungskasten einen neuen Verteiler mit vier RCD-Gruppen und neuen Leitungsschutzschaltern. Das Material einschließlich Kasten kostet 640 €. Für 13 Stunden Arbeit zu 80 € werden 1.040 € angesetzt, hinzu kommen 40 € Anfahrt und 80 € für Prüfung und Dokumentation. Die Modellrechnung ergibt insgesamt 1.800 €.

PositionBeispiel 1: WohnungBeispiel 2: EinfamilienhausBeispiel 3: Reihenhaus

Gerät(e) und Material

45 €

140 €

640 € (inkl. neuem Verteiler)

Arbeitszeit

120 € (1,5 h)

410 € (5,5 h)

1.040 € (13 h)

Anfahrt

40 €

40 €

40 €

Messung und Protokoll

60 €

60 €

80 €

Gesamt

265 €

650 €

1.800 €

Ist der FI-Schalter Pflicht? Das gilt für Bestand, Vermieter und Umbau

Für eine unveränderte, weiterhin sichere Bestandsanlage besteht nicht allein wegen einer neueren Normfassung automatisch eine allgemeine Nachrüstpflicht. Bei neuen, erweiterten oder geänderten Anlagenteilen müssen jedoch die dafür geltenden aktuellen Regeln berücksichtigt werden. Die DKE-Erläuterung zu DIN VDE 0100-410 beschreibt unter anderem zusätzlichen RCD-Schutz mit IΔn ≤ 30 mA für allgemein nutzbare Steckdosen-Endstromkreise bis 32 A, bestimmte Außenstromkreise und Beleuchtungs-Endstromkreise in Wohnungen. Welche Anforderungen im Einzelfall greifen, beurteilt der planende Fachbetrieb.

Welche Stromkreise heute zusätzlichen RCD-Schutz benötigen

Aktueller AnwendungsfallAnforderung nach DIN VDE 0100-410

Allgemein nutzbare Steckdosen-Endstromkreise bis 32 A

Zusätzlicher Schutz durch RCD mit IΔn ≤ 30 mA

Fest angeschlossene ortsveränderliche Betriebsmittel im Außenbereich bis 32 A

Zusätzlicher Schutz durch RCD mit IΔn ≤ 30 mA

Beleuchtungs-Endstromkreise in Wohnungen

RCD mit IΔn ≤ 30 mA

Erweiterte oder geänderte Anlagenteile

Neue beziehungsweise geänderte Teile nach den dafür aktuellen Regeln ausführen

Die aktuellen Anforderungen richten sich nach Anwendungsfall, Netzform und geplantem Eingriff. Die DKE empfiehlt außerdem eine Aufteilung auf mehrere RCDs, damit ein einzelner Fehler nicht unnötig große Teile der Anlage abschaltet. Im Neubau wird der RCD-Schutz zusammen mit der gesamten Elektroinstallation geplant.

Bestandsanlagen: Wann eine Anpassung nötig sein kann

Bestehende Anlagen werden nicht allein durch eine neue Normausgabe automatisch unzulässig. Voraussetzung ist, dass sie nach den bei ihrer Errichtung geltenden Regeln ausgeführt wurden, ordnungsgemäß erhalten sind und keine konkrete Gefahr oder unzulässige Änderung vorliegt. Werden neue Stromkreise oder Steckdosen ergänzt oder Anlagenteile wesentlich geändert, muss der Fachbetrieb den neuen beziehungsweise geänderten Teil nach den dafür aktuellen Regeln planen und prüfen. Ob darüber hinaus Anpassungen erforderlich sind, ergibt sich aus Zustand, Umfang und Schutzkonzept der Anlage.

Mietwohnung: Was Vermieter leisten müssen

Nach § 535 BGB muss der Vermieter die Mietsache in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand erhalten. Daraus folgt keine automatische Pflicht, jede technisch überholte, aber sichere Bestandsanlage allein wegen aktueller Normen zu modernisieren. Liegt ein Defekt oder eine konkrete Gefahr vor, solltest du den Mangel unverzüglich schriftlich melden. Ob der Vermieter eine gewünschte freiwillige RCD-Modernisierung bezahlt, hängt vom Zustand der Anlage, vom Mietvertrag und vom konkreten Auftrag ab. Mieter dürfen nicht selbst in den Verteiler eingreifen.

Kosten der FI-Nachrüstung senken: fünf sachliche Ansatzpunkte

Der Gerätepreis ist häufig kleiner als Arbeits-, Anfahrts- und Prüfkosten. Einsparungen entstehen vor allem durch einen klar abgegrenzten Auftrag und vergleichbare Angebote.

  • 1. Arbeiten bündeln: FI-Nachrüstung, Herdanschluss und neue Steckdosen in einem Termin sparen jede weitere Anfahrtspauschale von 30 bis 70 €.
  • 2. Mit einer geplanten Verteiler-Modernisierung kombinieren: Wenn der Verteiler ohnehin erneuert wird, können Planung, Freischaltung, Verdrahtung und Prüfung gemeinsam erfolgen. Zusätzliche RCD-Geräte und der jeweilige Montageaufwand bleiben trotzdem kostenpflichtig.
  • 3. Schutzkonzept planen lassen: Gruppen-RCDs können beim Material günstiger sein als ein FI/LS je Stromkreis. FI/LS-Schalter begrenzen dagegen den Ausfall auf den betroffenen Stromkreis. Die Auswahl richtet sich nach Sicherheit, Verfügbarkeit und Anlagenaufteilung, nicht nur nach dem Gerätepreis.
  • 4. Festpreis nur bei klarem Leistungsumfang vereinbaren: Bei Verteilerarbeiten sollte das Angebot Geräte, Verdrahtung, Beschriftung, Messungen, Dokumentation und mögliche Zusatzarbeiten eindeutig benennen.
  • 5. Zwei bis drei Angebote aus der Region vergleichen: Die Stundensätze streuen zwischen 60 und 90 €, bei 13 Stunden Arbeit macht das bis zu 390 € Unterschied.

Eigenarbeit am Verteiler ist keine Sparoption. Nach § 13 NAV gehören Errichtung, Erweiterung und Änderung der Anlage in die Hände eines eingetragenen Installationsunternehmens. Beschreibe Baujahr, Anzahl der Stromkreise und den Verteiler möglichst genau und stelle Fotos nur bei geschlossenem, berührungssicherem Zustand bereit. So können Fachbetriebe vergleichbare Angebote erstellen.

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Häufige Fragen zur FI-Nachrüstung

  • Wie lange dauert es, einen FI-Schalter nachzurüsten?

    Bei freiem Platz im Verteiler kann der Einbau eines einzelnen RCD etwa 30 bis 60 Minuten dauern. Müssen Stromkreise neu zugeordnet oder Verdrahtungen angepasst werden, sind als grobe Orientierung 1,5 bis 2,5 Stunden je Gerät möglich. Eine umfassende Erneuerung oder Neubestückung des Verteilers kann einen Arbeitstag oder länger beanspruchen. Hinzu kommen Prüfung, Beschriftung und Dokumentation. Maßgeblich ist der konkrete Zustand der Anlage.

  • Darf ich einen FI-Schalter selbst einbauen?

    Nein. Nach § 13 NAV dürfen Errichtung, Erweiterung und Änderung der Anlage nur der Netzbetreiber oder ein in ein Installateurverzeichnis eingetragenes Unternehmen ausführen. Betätige bei einem vorhandenen RCD die Prüftaste nur nach Anleitung des Herstellers. Die DGUV-Hinweise zur manuellen Funktionsprüfung betonen, dass Prüffristen vom Einsatzbereich und von Herstellerangaben abhängen. Der Prüftastentest ersetzt keine Messung durch eine Elektrofachkraft.

  • Wer zahlt den FI-Schalter in der Mietwohnung?

    Der Vermieter muss die Mietsache nach § 535 BGB in einem zum vertragsgemäßen Gebrauch geeigneten Zustand erhalten. Bei einem Defekt oder einer konkreten Gefahr trägt er grundsätzlich die erforderliche Instandsetzung. Eine freiwillige Modernisierung einer ansonsten sicheren Bestandsanlage ist nicht automatisch geschuldet. Melde Auffälligkeiten schriftlich und greife nicht selbst in den Verteiler ein.

  • Wie viele FI-Schalter braucht ein Einfamilienhaus?

    Eine pauschale Mindestzahl für jedes Einfamilienhaus lässt sich ohne Anlagenplanung nicht seriös nennen. Die DKE empfiehlt, Stromkreise auf mehrere RCDs aufzuteilen, damit ein einzelner Fehler nicht unnötig große Teile der Anlage abschaltet. Anzahl und Zuordnung hängen von Stromkreisen, Außenbereichen, angeschlossenen Geräten und gewünschter Verfügbarkeit ab. Der Fachbetrieb dokumentiert das Schutzkonzept im Angebot.

  • Warum löst der FI-Schalter ständig aus?

    Häufige Ursachen sind ein defektes Elektrogerät, Feuchtigkeit, ein Fehler in der Installation, ein defekter RCD oder die Summe betriebsbedingter Ableitströme mehrerer Geräte. Schalte den betroffenen Stromkreis nicht wiederholt gegen einen unbekannten Fehler ein. Steckerfertige Geräte kannst du spannungsfrei trennen, sofern das gefahrlos möglich ist. Bleibt die Ursache unklar oder löst der RCD erneut aus, sollte ein Fachbetrieb messen. Als grobe Orientierung können Fehlersuche, Anfahrt und erste Messungen etwa 90 bis 250 € kosten.

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Frederic Brandenstein

Geschrieben von Frederic Brandenstein

Staff Writer

Frederic bereichert Listando als Copywriter mit seiner Expertise in Preisfragen und schreibt begeistert über Themen wie Auto, Garten & Handwerk sowie Haus & Bau. Mit einem fundierten juristischen Hintergrund ist er auch ein Ass in Sachen Gesetze. In seiner Freizeit erkundet Frederic gerne die Natur, um neue Inspiration für seine informativen Artikel zu sammeln.